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WasserrohrbruchSofort

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Wasserleitungen vor Frost schützen: Rohrbruch im Winter vermeiden

Gefrierendes Wasser sprengt jedes Rohr. Mit wenigen Handgriffen im Herbst kommt es gar nicht erst so weit.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gefährdet sind Außenhähne und Leitungen in unbeheizten Räumen: Garage, Keller, Dachboden, Gartenhaus.
  • Außenleitung vor dem ersten Frost innen absperren, entleeren und den Außenhahn offen lassen.
  • Bei Abwesenheit im Winter die Heizung nie ganz abschalten und das Haus kontrollieren lassen.
  • Eingefrorene Rohre langsam mit warmer Luft auftauen – niemals mit offener Flamme.
Illustration: Der Monteur schließt den Haupthahn, aus dem geplatzten Rohr spritzt Wasser

Wasser dehnt sich beim Gefrieren um rund neun Prozent aus. In einem geschlossenen Rohr gibt es für diese Ausdehnung keinen Platz – das Eis drückt, bis Rohr oder Verbindung nachgeben. Bemerkt wird der Schaden meist erst, wenn es wieder taut und Wasser aus dem Riss strömt.

Diese Leitungen sind gefährdet

  • Außenwasserhähne und die Leitung dorthin, die durch die kalte Außenwand führt,
  • Leitungen in unbeheizten Räumen: Garage, Kellerabteil, Waschküche, Dachboden,
  • Rohre, die in oder an Außenwänden verlegt sind, vor allem an zugigen Stellen,
  • selten genutzte Gebäude: Ferienhaus, Gartenlaube, leer stehende Wohnung,
  • Leitungen in Räumen, in denen im Winter ein Fenster gekippt bleibt.

Den Außenhahn winterfest machen

Das ist die wichtigste Maßnahme und in zehn Minuten erledigt:

  1. Im Haus das Absperrventil der Außenleitung schließen. Es sitzt meist im Keller an der Innenseite der Wand, durch die die Leitung nach außen führt.
  2. Den Außenhahn ganz aufdrehen und das Restwasser ablaufen lassen.
  3. Am inneren Absperrventil die kleine Entleerungsschraube öffnen und das Wasser in einem Becher auffangen. Danach wieder schließen.
  4. Den Außenhahn über den Winter offen lassen. So kann sich eventuell verbliebenes Wasser ausdehnen.

Schläuche, Brausen und Schlauchkupplungen abnehmen und frostfrei lagern. Wer sich das Ritual sparen will, lässt eine frostsichere Außenarmatur einbauen: Bei ihr sitzt das eigentliche Ventil im warmen Bereich der Wand, und der äußere Teil läuft nach jedem Schließen leer.

Unbeheizte Räume schützen

  • Leitungen in kalten Räumen mit Rohrisolierung ummanteln. Die Dämmung verzögert das Auskühlen, ersetzt aber bei Dauerfrost keine Wärmequelle.
  • Kellerfenster und Lüftungsklappen in der Nähe von Leitungen bei Frost schließen.
  • Räume, durch die Wasserleitungen führen, nicht vollständig auskühlen lassen. Die Frostschutzstellung am Heizkörper schützt den Heizkörper – nicht unbedingt ein Rohr in der Außenwand daneben.
  • Wird ein Gebäudeteil im Winter gar nicht genutzt, ist Absperren und Entleeren der sicherste Weg.

Wenn Sie im Winter verreisen

Schalten Sie die Heizung nicht aus, sondern senken Sie sie nur ab. Bitten Sie jemanden, alle paar Tage nach dem Rechten zu sehen – fällt die Heizung aus, bleibt sonst niemandem Zeit zu reagieren. Wer länger weg ist, schließt zusätzlich den Haupthahn.

Das ist nicht nur vernünftig, sondern in vielen Versicherungsverträgen ausdrücklich verlangt: Nicht genutzte Gebäude müssen in der kalten Jahreszeit beheizt und regelmäßig kontrolliert oder aber entleert werden. Wer das versäumt, muss mit Kürzungen rechnen.

Leitung eingefroren – was jetzt?

Kommt an einem Hahn kein Wasser mehr, während die anderen funktionieren, ist die Zuleitung vermutlich zugefroren. Gehen Sie so vor:

  1. Haupthahn schließen. Ist das Rohr bereits gerissen, läuft beim Auftauen sonst sofort Wasser aus.
  2. Den betroffenen Hahn öffnen, damit Schmelzwasser und Druck entweichen können.
  3. Langsam erwärmen – mit einem Föhn, einem Heizlüfter in sicherem Abstand oder warmen, feuchten Tüchern. Beginnen Sie an der Zapfstelle und arbeiten Sie sich zur kalten Stelle vor.
  4. Haupthahn vorsichtig öffnen und die Leitung auf ganzer Länge beobachten.

Verwenden Sie niemals eine Lötlampe, einen Heißluftbrenner oder eine andere offene Flamme. Das Rohr kann platzen, Dämmung und Holz können sich entzünden.

Zeigt sich beim Auftauen ein Riss oder eine tropfende Verbindung, schließen Sie den Haupthahn wieder und lassen Sie die Stelle reparieren. Ein Rohr, das einmal aufgefroren ist, hat häufig an mehreren Stellen gelitten – es lohnt sich, den ganzen Abschnitt prüfen zu lassen.

Sie kommen allein nicht weiter?Schildern Sie uns die Lage – wir sagen Ihnen, was zu tun ist.

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Wasser läuft? Nicht warten.

Je früher das Leck gestoppt wird, desto kleiner der Schaden.

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