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Wasserzähler-Test: So prüfen Sie selbst, ob eine Leitung undicht ist
Eine halbe Stunde, ein Stift, ein Blick auf den Zähler: So stellen Sie fest, ob irgendwo im Haus Wasser verschwindet.
Das Wichtigste in Kürze
- Alle Verbraucher aus, Zählerstand notieren, 30 Minuten kein Wasser nutzen, erneut ablesen.
- Bewegt sich das kleine Anlaufrad, fließt Wasser – auch wenn der Zählerstand kaum steigt.
- Häufigste harmlose Ursache: ein nachlaufender WC-Spülkasten.
- Bleibt der Verlust bei geschlossenen Eckventilen bestehen, liegt das Leck in der Leitung.

Eine hohe Wasserrechnung, ein feuchter Fleck, ein leises Rauschen – oft ist da nur ein Verdacht. Bevor Sie jemanden rufen, können Sie mit einem einfachen Test klären, ob tatsächlich Wasser verloren geht. Sie brauchen dafür nur Ihren Wasserzähler.
So funktioniert der Test
- Alles abstellen. Alle Wasserhähne zu, Wasch- und Spülmaschine aus, niemand benutzt Toilette oder Dusche. Denken Sie auch an den Gartenanschluss.
- Zähler ablesen. Notieren Sie den Stand mit allen Nachkommastellen. Die roten Ziffern oder Zeiger zeigen Liter und Bruchteile davon. Ein Foto mit dem Handy ist am einfachsten.
- Warten. Mindestens 30 Minuten, in denen wirklich kein Wasser genutzt wird. Noch aussagekräftiger ist der Test über Nacht.
- Erneut ablesen. Hat sich der Stand verändert, ist irgendwo Wasser abgeflossen.
Das Anlaufrad verrät schon kleine Mengen
Viele Zähler haben ein kleines Sternrad oder Flügelrädchen in der Mitte. Es dreht sich bereits bei sehr geringem Durchfluss. Steht es bei geschlossenen Hähnen still, ist die Anlage dicht. Dreht es sich langsam oder ruckt es in Abständen weiter, fließt Wasser – auch wenn die Ziffern sich in einer halben Stunde kaum bewegen.
Die Ursache eingrenzen
Ein laufender Zähler bedeutet nicht sofort Rohrbruch. Gehen Sie der Reihe nach vor:
1. WC-Spülkasten prüfen
Der häufigste Grund für unbemerkten Wasserverlust ist eine Toilette, die nachläuft. Legen Sie ein Blatt Toilettenpapier hinten an die trockene Keramik der Schüssel. Wird es nass, ohne dass gespült wurde, schließt das Ablaufventil im Spülkasten nicht mehr. Schließen Sie das Eckventil am WC und wiederholen Sie den Zählertest.
2. Eckventile nacheinander schließen
Drehen Sie die Eckventile unter Waschbecken und Spüle sowie die Anschlüsse von Wasch- und Spülmaschine zu. Steht der Zähler jetzt still, liegt die Ursache an einem dieser Geräte oder einer Armatur. Öffnen Sie die Ventile einzeln wieder, bis das Rad sich erneut dreht – dann haben Sie den Verursacher.
3. Warmwasser abtrennen
Schließen Sie den Kaltwasserzulauf am Warmwasserbereiter. Hört der Verlust auf, sitzt das Leck im Warmwassernetz oder am Gerät selbst, etwa an einem tropfenden Sicherheitsventil.
4. Bleibt der Verlust bestehen
Läuft der Zähler weiter, obwohl alle Entnahmestellen abgesperrt sind, verliert eine Leitung Wasser – in der Wand, im Boden oder im Erdreich zwischen Zähler und Haus. Das ist der Punkt, an dem Sie nicht weiterkommen, ohne etwas zu öffnen.
Wann Sie nicht mehr warten sollten
- Der Zähler dreht sich deutlich sichtbar, ohne dass Sie eine Ursache finden.
- An Wand, Decke oder Boden zeigen sich feuchte Stellen.
- Der Wasserdruck ist merklich gefallen.
- Es riecht muffig oder Sie hören Fließgeräusche in der Wand.
Schließen Sie in diesem Fall den Haupthahn, wenn Sie das Haus verlassen oder schlafen gehen, und lassen Sie die Stelle orten. Ein kleines Leck wird nicht von allein kleiner; es durchfeuchtet Dämmung und Mauerwerk, lange bevor ein Fleck sichtbar wird.
Gut zu wissen: Notieren Sie Ihre Testergebnisse mit Datum und Uhrzeit. Für den Monteur ist das eine wertvolle Vorarbeit – und für die Versicherung ein Beleg, dass Sie dem Verdacht nachgegangen sind.
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